Erstes Treffen der Selbsthilfegruppe Krebs in der Wedemark
Die Diagnose Krebs stellt das Leben plötzlich komplett auf den Kopf. Viele Fragen, Ängste und Gedanken stellen für Betroffene und Angehörige eine große Bürde dar. Diese Erfahrung mussten auch Gabriela Vrobel und Karsten Hölscher machen. Beide kannten sich schon seit Jahren und hatten mitunter beruflich miteinander zu tun. Im Januar 2022 bekam Hölscher die Diagnose Lungenkrebs, wurde im Februar operiert und durchlief dann bis Mai eine Chemotherapie. Ebenfalls im Mai bekam Vrobel eine Brustkrebs-Diagnose, es folgte ebenfalls eine Chemotherapie, die so gut verlaufen ist, so dass Ende März eine Operation ansteht. Beide haben erfahren, wie wichtig es ist, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Verständnis für die Erkrankung mit allem, was damit einhergeht, ist bei Betroffenen am stärksten. In der „Selbsthilfegruppe Krebs Wedemark“ soll vorwiegend Erkrankten dabei geholfen werden, ein Leben mit einer Krebsdiagnose leben zu können – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich gemeinsam regelmäßig austauschen und sich gegenseitig Tipps geben, Ängste zu bewältigen oder einfach nur mal zuhören. Gemeinsame Aktivitäten sollen – frei nach dem Motto „do more of what makes you happy“ – den Alltag während der Therapie erhellen und für Freude und Spaß zwischen den dunklen Momenten sorgen. Für Angehörige soll in Absprache mit den Gruppenteilnehmerinnen und -teilnehmern in regelmäßigen Abständen ebenfalls ein Gesprächsangebot stattfinden. Das erste Gruppentreffen findet am Dienstag, 28. Februar um 18:30 Uhr im Raum 1.10 im Mehrgenerationenhaus, Gilborn 6 in Mellendorf, statt. Interessierte können sich auf der Internetseite www.shg-wedemark.de oder in der Facebook-Gruppe „Selbsthilfegruppe Krebs (Wedemark)“ über die Treffen informieren. Unter der Rufnummer 05130 9513731 ist ein Rückrufservice eingerichtet, über den Betroffene ebenfalls mit der Gruppe in Kontakt treten können.